
Terence Horn präsentiert alte Schule, der zehnte im Bunde: Joaquim von Herzen
Montagslyriker – Spieglein, Spieglein an der Wand weiterlesen

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Punk heißt übersetzt faulendes Holz, was allenfalls als Zunder taugt und das war es auch, ein Brandbeschleuniger. William Shakespeare verwendete als einer der ersten das Wort Punk und bezeichnete so in „Maß für Maß“ eine Nutte. Als Bewegung und Musikrichtung feiern die Punks gerade ihren 40ten, womit sie mittlerweile selbst zum alten Eisen gehören. Geboren in London, warfen die Sex Pistols mit „Anarchy in The UK“ ihr rebellisches Kind auf die Bühne und zerstörten damit die Zukunft des Abendlandes.
„Don’t know what I want
But I know how to get it“
Was für eine herrliche Zeit! Der Reiz lag ja darin dem Establishment, das es damals noch gab, gehörig auf den Sack zu gehn.
Das Schönste aber, weil Genre übergreifend, war die Erfindung des Pogo. Wir tanzen zu jeder Musik Pogo und es gab keinen Grund, warum wir es nicht tun sollten. Alle liebten Pogo, einfach weil es hart zur Sache ging und unserer Vorstellung von Spaß am nächsten kam. Beim Pogo geht es darum deinen Nachbarn, ohne Einsatz der Hände, möglichst kurz und heftig anzurempeln. Worauf er, und darin liegt der Sinn des Ganzen, das Gleichgewicht verliert und den Boden küsst. Nur so kann man ihm wieder aufhelfen, einen Kurzen zischen und gemeinsam umso heftiger weitermachen.
Prost und herzlichen Glückwunsch zum 40ten Geburtstag!
Für weitere Infos und Musik empfehle ich euch den Blog des Kulturforums von Gerhard Emmer
Rot sind die Schlachtfelder im morgen Grauen,
tot ist der Krieger in der Dämmerung, rot ist der Witwe Haar.Rot sind die Früchte, die köstlich schmecken, aber auch derer Menschen verrecken.
Rot ist dein Herz, ob Glück oder Schmerz.
Rot ist ihr Kleid, mal Schickimicki, mal schlicht und klar, mit so einer Frau tritt man vor den Altar.
Terence Horn nimmt dich beim Wort, dichtet für dich und steht an deiner Seite. Leibwächter auf dem Weg ins Glück.
Darum nimm meine Hand, sei unbesorgt und spiel mit mir. Das Spiel des Lebens. Unumstößliche Spielfiguren, die dem Schicksal Folge leisten. Mutig und ohne Furcht. Warum auch? Denk immer daran, es ist nur ein Spiel!Dein Leben

Ein Sommer verendete vor unseren Augen, so schmerzhaft wie zuvor. Geblieben sind dahin schmelzende Tage, deren Sinnlosigkeit in der Dunkelheit verreckte. Trostlosigkeit schleicht in welke Köpfe, die Gedanken sind verhangen.
Jegliche Hoffnung verloren, nimmt Terence Horn von Juni bis Oktober Anlauf, um dem Trübsinn ins hässliche Gesicht zu treten. Mit scharfer Zunge, den Bleistift gespitzt, sitzt der Schalk auf ihren Schultern. Bissiger als je zuvor.