Montagslyriker – Verwalter der Gedanken

Paar auf Sofa

Zunächst einmal „Gesundheit!“
Kann momentan wahrscheinlich jeder gebrauchen.
Am Montag um sieben, so steht es geschrieben.

Gedanken
pflücken, formen, schenken
aus reinem Wohlgefallen
zur Freude aller.

Gedanken
achtlos in die Luft geworfen
überschlagen sie sich
und finden Halt
beim Gedankenarchivar.

Bewahrerin der Schätze
Hüterin der Gedanken
Gedankenarchivar
>>> https://gedankenkinder.wordpress.com/

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Montagslyriker – Neujahrsüberraschungsgeburtstagskind

Mädchen sitzt in einer Wiese

Maria die Geheimnisvolle
geboren am 02.Januar
feiert Geburtstag mit uns!

Unser Geburtstagskind lebe hoch, hoch, hoch über den Wolken.
Schenken wir unsere Zeit und Aufmerksamkeit
unser Wohlwollen
schenken wir ein neues Jahr.

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Unverdaute Wortfetzen – Eine eiskalte Kurzgeschichte

Kopf von einem Mann

Wie erklären,
für was kein Vergleich existiert?

Was ist ein Leben wert,
für jene, die den höchsten Gipfel erklommen
und ins dunkle Tal zurück steigen?

Mit Lichtgeschwindigkeit aufgestiegen,
fällt er tiefer und tiefer.

Kein Mensch ist erleuchtet,
weil Leben nicht unendlich ist.

Ein gutes Gespräch als Kurzgeschichte

Die bisherigen Gespräche waren Desaster. Alles andere wäre gelogen. Entweder war ich zu bekifft oder mein potentieller Chef derart daneben, dass ich mich nicht zusammenreißen konnte. Was für Gestalten in gehobenen Positionen durch die Büros geistern, mein lieber Scholli.

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Sturz aus dem Paradies – fränkisches Heimatgedicht

Gott und Frau Jean-Auguste-Dominique Ingres
Terence Horn in Würzburg

An Weihnachten kehr ich heim, schreib Gedichte
und erinnere mich an meine Stadt:

1988 kam ich endlich raus. Zumindest vormittags kehrte ich meiner Kleinstadt den Rücken und besuchte fortan eine Schule in Würzburg. 16 Jahre alt und ein „schwieriger Schüler“, der unendlich froh war, was neues zu erleben. Zum Beispiel begann die Schule fortan um neun, da unser Schulbus meist Verspätung hatte und wenn nicht, behaupteten wir es einfach. Von Oktober bis April war der „Schnee“ schuld, dazwischen lagen die Ferien und andere Ausreden. Die geschenkte Stunde verbrachten wir in den Cafés der Stadt, tranken Cappuccino,schrieb Gedichte und schlugen die Zeit tot. Ab der zehnten Klasse schenkte ich mir auch die anderen Stunden und wurde zum selten gesehen Gast in der Schule und zum Stammgast in den Cafés und Kneipen. So begann meine Liebe zu Würzburg. Der Stadt, die mich fortan nicht mehr loslassen sollte. Nach der Schule absolvierte ich eine Lehre zum Großhandelskaufmann bei einem damals weitbekannten Schraubengroßhändler in der Innenstadt. Dort sammelte ich genügend Stoff für unzählige Kurzgeschichten und ein Kapitel in meinem Roman „Lucia – Mein liebster Wahnsinn“. Ich hing so viel in Würzburg ab, dass ich auch gleich hinziehen konnte. Mit zwei Freunden bezogen wir eine kleine 3-Zimmer Wohnung in der Innenstadt und ab da wurde es wild. Unter der Woche hingen wir in der Tomate ab, im Kult oder tanzten im Laby und am Wochenende kam keiner am Rockpalast vorbei. Zumindest solange bis im Airport Techno auflegt wurde, aber das ist eine andere Geschichte.

 

Auf ein Cocktail
in die Tomate
Zwei Bier im Kult
selbst am Nebentisch
lachten sie sich kugelrund

Den Reim müsst
ihr verzeihn
mein Herz
war hier daheim

Fürs Leben gern
ein Teil von Dir
trennte uns die Geldgier

Im Schwabenland
malochen geh
konnt ich nicht mehr
die Festung sehn.

Heut bereu ich
denk an dich zurück
an die schöne Zeit
und wünsch mir mein
Würzburg
zurück.


titel, Cover von Feier AbendFeier Abend – Grünschnabel und alte Hasen
19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …

Der unausgefüllte Raum, ein Eldorado für Montagslyriker

Blumen, Diamanten, Schmetterlinge
@ Terence Horn

Advent, Advent, die Einkaufstüte brennt

Von drauß, vom einkaufen komm ich her;
ich muss euch sagen, die Leute spinnen doch sehr!
Überall in den Kaufhäusern
sah ich sagenumwobene Sonderangebote blitzen,
Menschenmassen ohne Ende
drückten, flüchten und beschimpften.

Und wie ich wanderte zwischen finsteren Visagen,
da rief es mich mit heller Stimme:
„Terence Horn“, rief es, „du geiziger Schwab,
lass gut sein und komm schnell!
Konsum kann uns mal,
der Raum zur Lyrik ist aufgetan,
alt und jung sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
am Montag um sieben, so steht es geschrieben!“

Terence Horn nimmt den Gang raus, schaltet die Standheizung an und steigt ein, in den Lyrikraum von Guido Jaackson Wilms
>>> http://lyrikraum.wordpress.com

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