
Schlagwort: Poesie
Sturz aus dem Paradies – fränkisches Heimatgedicht

An Weihnachten kehr ich heim, schreib Gedichte
und erinnere mich an meine Stadt:
1988 kam ich endlich raus. Zumindest vormittags kehrte ich meiner Kleinstadt den Rücken und besuchte fortan eine Schule in Würzburg. 16 Jahre alt und ein „schwieriger Schüler“, der unendlich froh war, was neues zu erleben. Zum Beispiel begann die Schule fortan um neun, da unser Schulbus meist Verspätung hatte und wenn nicht, behaupteten wir es einfach. Von Oktober bis April war der „Schnee“ schuld, dazwischen lagen die Ferien und andere Ausreden. Die geschenkte Stunde verbrachten wir in den Cafés der Stadt, tranken Cappuccino,schrieb Gedichte und schlugen die Zeit tot. Ab der zehnten Klasse schenkte ich mir auch die anderen Stunden und wurde zum selten gesehen Gast in der Schule und zum Stammgast in den Cafés und Kneipen. So begann meine Liebe zu Würzburg. Der Stadt, die mich fortan nicht mehr loslassen sollte. Nach der Schule absolvierte ich eine Lehre zum Großhandelskaufmann bei einem damals weitbekannten Schraubengroßhändler in der Innenstadt. Dort sammelte ich genügend Stoff für unzählige Kurzgeschichten und ein Kapitel in meinem Roman „Lucia – Mein liebster Wahnsinn“. Ich hing so viel in Würzburg ab, dass ich auch gleich hinziehen konnte. Mit zwei Freunden bezogen wir eine kleine 3-Zimmer Wohnung in der Innenstadt und ab da wurde es wild. Unter der Woche hingen wir in der Tomate ab, im Kult oder tanzten im Laby und am Wochenende kam keiner am Rockpalast vorbei. Zumindest solange bis im Airport Techno auflegt wurde, aber das ist eine andere Geschichte.
Auf ein Cocktail
in die Tomate
Zwei Bier im Kult
selbst am Nebentisch
lachten sie sich kugelrundDen Reim müsst
ihr verzeihn
mein Herz
war hier daheimFürs Leben gern
ein Teil von Dir
trennte uns die GeldgierIm Schwabenland
malochen geh
konnt ich nicht mehr
die Festung sehn.Heut bereu ich
denk an dich zurück
an die schöne Zeit
und wünsch mir mein
Würzburg
zurück.
Feier Abend – Grünschnabel und alte Hasen
19 Gedichte über Sinn und Unsinn des Lebens,
ewige Liebe, frühen Tod und wilde Tiere.
Blick in die Zukunft. Futter für die Seele.
Als E-Book oder Taschenbuch erhältlich …
Der unausgefüllte Raum, ein Eldorado für Montagslyriker

Advent, Advent, die Einkaufstüte brennt
Von drauß, vom einkaufen komm ich her;
ich muss euch sagen, die Leute spinnen doch sehr!
Überall in den Kaufhäusern
sah ich sagenumwobene Sonderangebote blitzen,
Menschenmassen ohne Ende
drückten, flüchten und beschimpften.
Und wie ich wanderte zwischen finsteren Visagen,
da rief es mich mit heller Stimme:
„Terence Horn“, rief es, „du geiziger Schwab,
lass gut sein und komm schnell!
Konsum kann uns mal,
der Raum zur Lyrik ist aufgetan,
alt und jung sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
am Montag um sieben, so steht es geschrieben!“
Terence Horn nimmt den Gang raus, schaltet die Standheizung an und steigt ein, in den Lyrikraum von Guido Jaackson Wilms
>>> http://lyrikraum.wordpress.com
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Montagslyriker und Terence Horn im Stuttgarter Wochenblatt

Vor sechs Wochen, als die Montagslyriker gerade zwei Wochen auf der Welt waren, stand ich in Kontakt mit Thomas Miedaner vom Stuttgarter Wochenblatt und wir haben ein Interview geführt. Dies ist nun das Ergebnis. Genannt werden Mia und Timo, welche die beiden ersten Beiträge lieferten und natürlich Lucia.
Je nach Regionalausgabe sind wir auf Seite 2 oder 3. Bei über 300.000 Auflage ein schöner Erfolg, der uns zumindest im Stuttgarter Raum um einiges bekannter macht.
Hier noch der Link zu dem Artikel im Stuttgarter Wochenblatt
So kann es weitergehen …
Montagslyriker – Mädchen in Rot
Rot sind die Schlachtfelder im morgen Grauen,
tot ist der Krieger in der Dämmerung, rot ist der Witwe Haar.Rot sind die Früchte, die köstlich schmecken, aber auch derer Menschen verrecken.
Rot ist dein Herz, ob Glück oder Schmerz.
Rot ist ihr Kleid, mal Schickimicki, mal schlicht und klar, mit so einer Frau tritt man vor den Altar.
