Kurzgeschichte aus dem Schwarzwald

Schranktür bei Anton
Schranktür bei Anton

Anton, Lesestoff aus dem Schwarzwald

Auf einmal stand diese Bong auf dem Tisch
und er sagte „Zieh mal!“
und ich sagte „Nee, zu hart für mich.“
und er sagte „Was machst du dir Sorgen? Ich bin doch da.“
und ich sagte „Naja, OK!“

Ich war also bei meinem Kumpel Anton, im Schwarzwald
und die Fahrt war so schön, voller Wunder,
weil das Licht golden war und die Bäume brannten,
inmitten gar nicht so dunkler Wälder, Dörfer voller Schönheit.

Alte Fachwerkhäuser, rote Sandsteinmauern und orangeroter Farn am Waldrand. Wer die Strecke Herrenberg über die Schwarzwaldhochstraße nach Baiersbronn einmal gefahren ist, weiß wovon ich rede.

Goldener Herbst! Goldener als das Bernsteinzimmer, goldener als Fort Knox. Wir saßen also in seinem Zimmer, so bunt, ihr habt keine Vorstellung, weil mir die Worte fehlen für dieses Kunstwerk.

Wir sitzen also da, rauchen die Bong und checken alles durch
und fahren sinnlos in der Gegend rum, schlecken ein Eis und beobachten die Szenerie auf dem Freudenstädter Marktplatz. Wir schlendern durch den Kurpark und quatschen mit den Jungs aus Ghana, auf der Suche nach Ganja.

Fündig geworden, düsen wir weiter zur Nagoldtalsperre. Mitten durch den goldenen Herbst, an klares Wasser, mit einem guten alten Kumpel, dessen Freundschaft ich nie bereute, der ich mir sicher bin.

Jetzt bin ich wieder zu Hause und die Farben sind immer noch da und es geht mir gut, ganz ausgezeichnet, die Luft ist gut und überhaupt alles tut gut im Land der Kurzgeschichten

 

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Terence Horn

Auf meinem Blog Terence Horn poste ich Lesestoff aus den 90ern, auch mal aktuelles Zeug, siehe "Joshua - Die Liebe Gottes". Witziges, spontanes Material rund um Betäubungsmittel, Mädchen und den Wahnsinn im allgemeinen.

2 Kommentare zu „Kurzgeschichte aus dem Schwarzwald“

  1. Gut eingefangen alles. Du bist ja doch Lyriker 🙂

    Die Nagold sagt mir was, weil da der Knabe Hermann Hesse geboren wurde (Calw) und in der Nagold wohl ertränkt sich auch der Protagonist in „Unterm Rad“. Du siehst: Ich kenn mich aus in der Welt, hehe 😉

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